Happy – ein Traum wird war :)

„Happy“ die erste Eigenproduktion von meiner Mama und mir.

Jetzt folgt eine lange Geschichte 😉

Während es hier im Haus ganz still ist (es ist schon nach Mitternacht) und alle schon tief und fest schlafen, sitze ich im Wohnzimmer, höre laute Musik (natürlich mit Kopfhörer) und schaue mir die traumhaft schönen Beispiele von unserer EP „Happy“ an. Dabei habe ich ein paar Tränchen in den Augen.

Dieses Gefühl, dass aus „nichts“ etwas entsteht. Das mochte ich früher in der Uni schon immer. Man hat einen leeren Bildschirm und am ende hat man ein komplettes Konzept. Und so ist es hier auch. Ein leeres Blatt in meinem Büchlein, es entsteht ein Pferd und irgendwann (Wochen später) kommt ein Horn dazu.
Ich scanne es ein und zeichne es am Computer nach. Ich setze es auf die Streifen, die ich vor einiger Zeit bereits gemacht hatte und dachte mir „Ja, dass ist es“.
Zur Uni gefahren und mir die Pantone Nummern rausgesucht, die haben diese riesigen großen tollen Ordner (ich sitze da immer wie ein kleines Kind, voller Freude, die gerade ein Eis bekommen hat) und suche mir, natürlich mit Handschuhen (damit da auch kein Schmutz dran kommt), die passenden Farben aus.
Es geht alles per Email zum Produzenten und dann heißt es warten, warten und nochmals warten.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie lange diese Zeit war. Zeit dauert ja immer viel länger, wenn man auf etwas wartet.

Jeden Tag hofften wir, dass das begehrte Päckchen kommt.
Dann war es endlich soweit. Ein Anruf (natürlich über FaceTime) von meiner Mama. UPS war da und ihr ist das Herz fast stehen geblieben vor Aufregung. Ich glaube, dass sie noch viel aufgeregter war als ich. Sie machte das Paket auf und es kam nichts… „Mama, und?“ Stille… sie sagte nichts… und plötzlich „er gefällt mir nicht, die Farben stimmen nicht.“ Wir waren total geschockt. Sie setze sich gleich ins Auto und kam zu mir.

Nee, dass war nicht unser Happy Hörnchen, wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Wir hatten natürlich schon vorher alles riesen groß ausgedruckt. Bei mama liegt es übrigens immer noch in der Küche und bei mir hängt es immer noch im Schlafzimmer an der Tür.
Wir telefonierten gleich mit dem Produzenten und es ist bei einer Farbe was schief gegangen.
Ihr glaubt gar nicht wie traurig und enttäuscht wir waren. Das ganze jetzt so in Druck geben und hoffen, dass dann die Farben richtig sind, wollten wir natürlich nicht. Also hieß es „neuer Probedruck, wieder warten“ Dabei wollten wir es euch doch endlich zeigen. Aber es sollte nicht sein, denn auch der nächste Druck, war noch nicht 100% der Farbton, aber das war nur noch eine minimale Abweichung, was aber beim richtigen Druck zum Glück alles richtig ist.

Ja, da hatte ich nun 90 cm „Happy“ und daraus musste ich ein Beispiel nähen. ABER, ich konnte es nicht, ich konnte meinen Stoff nicht anschneiden. Er lag in meinem Nähzimmer und ich streichelte ihn immer wieder. Aber mit der Schere darein schneiden…? Neeeeee, ich konnte es nicht. Irgendwann habe ich mich dann endlich getraut und daraus ist das Shirt „Coffee Break“ von Mamasliebchen entstanden. Den Rest von meinen 90 Zentimeter ( waren dann noch 90 x halbe Breite) habe ich der lieben Beate von M.M. BEAutiful Kreationen geschickt und ich glaube 3 Tage (nachdem ich den Umschlag zur Post gebracht habe) hatte ich Bilder zum veröffentlichen in meiner Mailbox.

Und dann kam der Tag an dem der langersehnte Anruf…
Da saß ich eines morgen nichts ahnend an der Nähmaschine als mein Telefon klingelt. Meine Mama war dran, wir telefonieren immer über FaceTime mit Video.

Sie erzählt mir von der Musselin Bestellung die gerade gekommen ist und zeigt mir die Stoffe. Fragt mich ob wir rosa uni bestellt haben, „Nee, Mama, haben wir nicht, aber ist ja nicht schlimm.“ Wir reden darüber, dass Ocker noch fehlt und sie geht mit der Kamera weiter und plötzlich sehe ich „Happy“
Ich guck, guck nochmal und schreie
„AAAAAHHHH er ist DAAAAA!!!“ (wie in der berühmten Schuhwerbung, wenn der Postbote klingelt)

„Mama, ich komme!“
Ich schwinge mich auf mein Rad und radel so schnell wie ich konnte zu meinen Eltern (sie wohnen ca. 800 Meter entfernt).
Ich halte noch kurz beim Bäcker, denn so ein magischer Moment will natürlich gefeiert werden und hole noch schnell Erdbeerplunderteilchen.

Total aufgeregt und völlig aus der Puste komme ich an und bin überwältigt.

Er ist soooooo toll.

Ich habe mir den Stoff geschnappt, bin zum Lager und habe mir gleich was abgeschnitten…

 Happy war endlich da, genau so wie wir uns ihn vorgestellt haben und in den richtigen Farben

In diesem Projekt steckt soviel Liebe und Herzblut. Nicht nur der Stoff, sondern auch die dazugehörigen Dateien. Sei es die Plotterdatei und Appliziervorlage, aber auch die Doodle-Stickdatei die mir die liebe Bärbel von jesvami erstellt hat. Ich danke Dir dafür

Beim Designnähen von Happy fließt nun alles zusammen. Die Mädels, Plotten, Sticken, Applizieren und malen sogar mit Textilfarbe. Dazu werde ich die Tage noch einen Beitrag mit den vielen tollen Beispielen zeigen.

Aber jetzt kommt erstmal mein genähtes Shirt

 

Den Beitrag werde ich auch bei Blogsommer 2017 , Kiddikram und Made4Girls verlinken.

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